Wem gehört eine Vereinsfahne,

                     wenn der Verein nicht mehr existiert?

 

 

Antwort:

 

  1. dem Nachfolgeverein, der den Ursprung aus dem alten Verein nachweisen kann
  2. der Gemeinde, Stadt, Kirche, Museum usw aus der Region

 

Begründung:

 

Die gestickte Truppen- oder später die gestickte Vereinsfahne ist ein Dokument der Zeitgeschichte und wird auch als Urkunde angenommen.

Diese Fahne wurde für eine ganz bestimmte Gruppe von Personen als Zeichen der Zugehörigkeit  angefertigt.

 

Die Anschaffung der Fahne wurde von einem Schirmherren (Kaiser, Fürst, Landesvater usw.) spendiert oder von der Gruppe (dem Verein) selbst gespendet und finanziert.

 

Mit der offiziellen Fahnenweihe wurde die Fahne der Bestimmung übergeben. Diese  Weihe ist einer amtlichen Bezeugung gleich zusetzen.

 

Durch die Tatsachen dass die Vereinsfahne

  1. einer Personengruppe gehört, die sie selbst finanziert bzw. ihr geschenkt wurde, kann sie keine Einzelperson in Besitz nehmen
  2. durch die Hoheitszeichen oder Vereinsnamen sind die Altbesitzer bestimmt
  3. durch die offizielle Fahnenweihe wurde die Fahne ein amtliches Wertgut

 

geht die Fahne an die unter Punkt a. + b. bezeichneten nachfolgenden Eigentümer.

 

          

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Fazit:

 

Eine alte Traditionsfahne ist immer eine „öffentlich-rechtliche“ Sache, die unter Umständen dem Denkmalschutz unterliegen kann.